Das Kulturprogramm

Konzerte

6.7.2010, 19.15 h: Frauenblasorchester Berlin

FBOBSechzig sehr unterschiedliche Persönlichkeiten bilden ein weltweit einzigartiges Frauenblasorchester, das besonders Eines verbindet: Unbändige Spielfreude! Unter der Leitung von Klarinettistin und Saxofonistin Astrid Graf, ihres Zeichens noch Diplom-Musikerin und Instrumentalpädagogin, treffen sich seit 2003 Studentinnen, Berufstätige, Mütter, Schwestern und Freundinnen aller Art regelmäßig zum Musizieren. Heraus kommt mit Querflöten, Trompeten, Saxophonen, Hörnern, Klarinetten, Tuben, Posaunen, Bass und Percussion ein toller Mix aus Swing, Latin, Weltmusik, Funk, Rock und Pop – eben alles außer „konventioneller“ Blasmusik.

8.7.2010, 21.00 h: Mohammad Reza Mortazavi

Moremo liveSchon mit neun Jahren beherrscht Mortazavi die kelchförmige Trommel, die von da an sein Leben bestimmt. Seit seiner frühen Kindheit hatte der in Iran geborene Musikersohn Tombakunterricht, er gewinnt früh zahlreiche Wettbewerbe. Mit 20 Jahren gilt Mortazavi als bester Spieler der Welt, revolutioniert das Spiel kontinuierlich, indem er die Grenzen des Traditionellen überschreitet und neue Klangvariationen und Fingertechniken erfindet. Mit 22 reiste Mortazavi  erstmals nach Deutschland, veröffentlichte hier mehrere Alben und gibt seither regelmäßig Konzerte. 2003 gewinnt er den Nachwuchspreis des renommierten Weltmusikfestival Ruth in Rudolstadt. Sieben Jahre später tritt Mortazavi, zur Zeit in Berlin lebend, erstmals in der Philharmonie auf.

9.7.2010, 21.30 h: Berlin Boom Orchestra

lr_IMG_9303_loOffbeat, Bläser und urbane Texte – die musikalischen Kreationen des Berlin Boom Orchestra klingen das ganze Jahr hindurch nach Berliner Hochsommer. Die Songs mit gut beobachtenden und kritischen Texten des Sängers Filou gehen geschmeidig ins Ohr. Die passionierten Percussions, Basslines und Bläserloops erweisen sich als äußerst tanzbar. Im Frühjahr 2006 gegründet, eroberte die Band nach Kreuzberg schon bald die Reggae- und Skaszene in ganz Deutschland und qualifizierte sich beim European Reggae Contest 2009 für das Deutschland-Finale.

10.7.2010, 18.30 h: Manra

manra plaquette version finaleDie sechsköpfige französische Band erschafft fulminante Klangwelten. Seit 1999 hat die Band aus Lille mit unterschiedlichsten Musikern gespielt. Die aktuelle, seit 2005 bestehende Formation hat vor kurzem ihr erstes Album „Manra“ herausbebracht und bezeichnet sich selbst als „post everything“. Das Trio Mrs Chan // Mr Chow // Miss (O) kommt aus Paris, spielt eigentlich einen tropischen Indie-Rock und unterstützt Manra auf der Bühne mit Schlagzeug, Violine und Klavier. Heraus kommt ein progressiver und manchmal psychedelischer Post-Rock

11.7.2010, 18.30 h:Mi Solar

misolar_foto1_72dpiNicht nur die Begeisterung für Musik, auch echte Freundschaft verbindet die Mitglieder von Mi Solar. Deutsche und kubanische Männer und Frauen zwischen 27 und 52 Jahren stehen gemeinsam auf der Bühne und bereichern nicht nur die deutsche Salsa-Szene. Alle Mitglieder der Band sind Berufsmusiker – manche genossen  eine klassische Musikausbildung und studierten in der ganzen Welt, andere erfuhren ihre musikalische Schule bei bekannten Salseros oder auch am großelterlichen Hof in Havanna. Verschiedene Stile präsentiert die Band in einem einzigartigen musikalischen Mix mit Einflüssen aus Jazz, Salsa, Soul, Funk, Timba, Bolero und Guaguanco – Mi Solar geht von der Bühne direkt in Gehörgänge und Füße.

12.7.2010, 20.30 h: Susius P.R. & Kantate

SusiusDass ihre Wurzeln im HipHop liegen, ist Susius’ Musik anzuhören. Nicht nur als Sängerin brilliert die Berlinerin, auch ihre Rapsongs zeichnen sich durch Sprachwitz, Wortgewandtheit und Ironie aus. Seit 1999 macht sich Susius in der Szene einen Namen, sei es in Südfrankreich oder Berlin – auf der Bühne gibt es Susius mit Beats, Gitarren und eigener Liveband oder auch szenebekannten Künstlern wie P.R. Kantate. Der Kreuzberger „Plattenreiter“ bringt Reggae und Dancehall im Berliner Jargon auf die Bühne. Live erlebt man den Berliner auf verschiedene Arten: solo mit Soundsystem, akustisch oder mit Band und Zweitfrontmann Rebel One alias Iriemann Mannfred. Percussion, Bläser und eine theaterhafte Inszenierung mit Kostümen, Requisiten und verschiedenen Charakteren runden die Konzerte ab.

12.7.2010, 22.00 h: Dota & die Stadtpiraten

dota_solo_01Dota ist aus Berlin, heißt eigentlich Dota Kehr, hat sich aber von ihren Weltreisen als Straßenmusikerin einen Namen mitgebracht: „Die Kleingeldprinzessin“. Mit ihrer gesammelten Erfahrung hat sie sich musikalische und experimentierfreudige Verstärkung gesucht – und die Stadtpiraten gefunden. Seit 2003 erobern die Vier nicht nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz das Publikum. Ihre inzwischen sechs  Alben sind auch weit darüber hinaus bekannt. Ihre Texte erzählen von den gefühlsmäßigen Irrungen und Wirrungen des Alltags, immer garniert mit Leichtigkeit und einer Portion Wortwitz. Dota und ihre Stadtpiraten erschaffen ihren ganz eigenen Stil aus Reggae, Bossanova, Surfrock und Taschen-Swing. Äußerst tanz- und lauschbar.

13.7.2010, 20.30 h: Orientation

Orientation2008 in Neukölln von Bekir Karaoglan und Andreas Advocado gegründet, ist Orientation inzwischen zu einer festen Größe geworden. Der Name ist hierbei Programm, hinter ihm verbirgt sich ein einmaliger musikalischer Mix aus verschiedensten Stilen, die auch im Okzident großen Anklang finden. Die insgesamt fünf Musiker erzeugen auf der Bühne eine außergewöhnliche und multiinstrumentale Stimmung. Orientation war nicht nur offizieller Band-Act auf der Expo 2000, die Band hat auch Berlin in Shanghai repräsentiert, ist durch die ganze Welt getourt und hat mit Künstlern wie Sultana und Aziza-a zusammengearbeitet. Funk und Soul trifft auf Arabesque und Folklore – eine Melange, die tanzen, träumen und ausgelassen feiern lässt.