Das Projekt Girlz Kickin HIV bringt benachteiligten Jugendlichen nicht nur jede Menge Sport und Spass. Es bietet ihnen zugleich die Möglichkeit, offen über schwierige Themen, wie Sexsismu, Diskriminierung, HIV/AIDS oder Homosexualität zu sprechen.

Über mich

Ich heiße Portia Mafokwane, bin 29 Jahre alt und lebe im Township Soshanguve bei Pretoria in Südafrika. Mit 22 wurde ich Trainerin um jungen Frauen zu helfen, ihren Weg in einer männlich dominierten Gesellschaft zu gehen. Als ich jünger war, habe ich in meiner Gemeinde selbst viel Diskriminierung erfahren, weil ich Fußball spielte. Mein Traum ist es, einmal das Nationalteam Banyana Banyana zu trainieren.

Meine Arbeit

Ich lebe in einer benachteiligten Gemeinde, die von Kriminalität, Arbeitslosigkeit, Jugendschwangerschaften, HIV/AIDS und anderen sozialen Problemen betroffen ist. Dort trainiere ich Jugendliche zwischen 7 und 19 Jahren. Unser Training ist immer von Dienstag bis Freitag zwischen 16 und 18 Uhr. Am Wochenende nehme ich die Jugendlichen mit, damit sie mit und gegen andere Teams spielen können.

GIRLZ KICKIN HIV ist ein Mädchenteam aus meiner Organisation. Wir spielen Fußball und andere Ballspiele und verknüpfen das mit Botschaften zu HIV/Aids, Diskriminierung, Missbrauch und anderen Problemen, die junge Frauen haben können. Wir treffen uns auch einmal die Woche, um über HIV/AIDS, Homosexualität, Sexismus und Diskriminierungen im Frauenfußball offen zu sprechen und zu diskutieren. Wir versuchen Fußball dafür zu nutzen, um etwas zu verändern, die Lebensqualität von jungen Frauen zu verbessern und einen positiven Einfluss auf ihr Leben zu nehmen.

Was brauchen wir, um erfolgreich zu sein? Was sind die größten Hindernisse?

Manchmal ist es schwierig, sich weiterzuentwickeln. Die Finanzierung unseres Projekts ist immer wieder eine Herausforderung. Wir haben wenig Unterstützung oder Sponsoren. Weil unser Projekt in einer benachteiligten Gemeinde ist und wir eine gemeinnützige Organisation sind, sind wir abhängig von externen Spenden und Sponsoring.

Mit mehr Geld könnten wir in der offiziellen Frauenliga in unserer Stadt mitspielen. Die Frauenliga wäre eine große Chance, mit professionellen Trainerinnen und Teams in Kontakt zu kommen. Ich glaube, wenn wir besser ausgerüstet wären und das Geld für die Reisen und für das Fußballequipment hätten und in der professionellen Liga  spielen würden, statt nur in unserem Township, dann würden die Mädchen den Fußball noch ernster nehmen, sich aktiver beteiligen und es gäbe z.B. nicht so viele Jugendschwangerschaften. Um noch mehr junge Mädchen zu erreichen, bräuchten wir auch eine bessere Infrastruktur. Ein Traum von mir wäre zum Beispiel eine Frauenfußball-Akademie. Hier könnten wir die  „Stars von morgen“ trainieren und den Frauenfußball auf das Niveau des Männerfußballs heben.

Was kann ich mit meiner Arbeit erreichen?

Manchmal ist es hart, für meine Gemeinde zu arbeiten. Aber Geduld und die Leidenschaft für den Fußball helfen mir. Ich habe es geschafft, ein tolles Umfeld für Sport, Spiele und Spaß zu schaffen und den jungen „Stars“ ermöglicht, sich bei uns einzubringen. Und wir haben es geschafft, an einer internationalen Fußballbegegnung von DFB und DISCOVER FOOTBALL teilzunehmen. Außerdem geben wir in unserem Projekt den Mädchen ein Forum, in dem sie sich offen über schwierige Themen austauschen können, die sie mit ihren Eltern nicht besprechen würden.

Kontakt

Portia Mafokwane
mafokwane@yahoo.com