„Fußball für alle“ ist das Motto von Slum Soccer aus Indien. Eine selbstbewusste und wichtige Forderung in einem Land, in dem Unterscheidung und Ausgrenzung
lange durch Kolonisation und Kastenwesen praktiziert wurden – mit dramatischen
ökonomischen und gesellschaftlichen Folgen für die Betroffenen.

Für Frauen trifft dies besonders zu, da sie in weiten Teilen der Bevölkerung immer noch als Menschen zweiter Klasse angesehen werden. Sie finden durch Fußball ein Zugehörigkeitsgefühl, das ihnen die Gesellschaft versagt. Slum Soccer organisiert Programme für Obdachlose und SlumbewohnerInnen, die den Fußball nutzen, um den SpielerInnen einen Weg zurück in die Gesellschaft zu eröffnen. Für das Frauen-Team von Slum Soccer gab es bereits Grund zur Freude: Bei der Obdachlosen-WM gewannen sie den Fairplay-Preis. Der Ehrenempfang der Spielerinnen hat gezeigt, wie durch solche Auszeichnungen der Respekt vor dem Frauenfußball steigt und sich die soziale Stellung der Frauen verbessert. „Fußball für alle“ ist ein Beitrag zu Selbstbestimmtheit, gesellschaftlicher Teilhabe und Anerkennung für alle.