Champions ohne Grenzen (Berlin, Germany)

In einer gesellschaftlichen Stimmung, die auch in Berlin oft von Ab- und Ausgrenzung geprägt ist, setzt der Verein Champions ohne Grenzen seit 2012 Akzente der Offenheit. Anders als die meisten geschlossenen Fußballvereine, gehen die Champions als erste sportbezogene NGO in Berlin aktiv auf Geflüchtete zu und ermöglichen Sporttrainings ohne bürokratische oder sprachliche Hürden. Seit einigen Jahren spielen im Verein auch Frauen* in einem eigenen Team. Hier begegnen sich Spielerinnen* aus Russland, Togo, Kosovo, Kuba und Deutschland zu gemeinsamem Spiel, Spaß und Sprechen.

Wir haben die Spieler*innen von CHAMPIONS ohne GRENZEN (CHoG) gefragt, was das Team für sie bedeutet, und sie haben Folgendes gesagt: Freiheit, Heimat, Reise in die Welt, Ganzheit, Sicherheit, Familie. Das Projekt schafft Zugänge zu Fußball und weiteren Sportarten für erwachsene Frauen* mit Fluchterfahrung im Berlin-Brandenburger Raum durch kostenlose Trainings, regelmäßige Freizeitangebote in der "Nachspielzeit" und Fortbildungsmöglichkeiten sowohl für Spieler*innen selbst als auch für herkömmliche Vereinsstrukturen und die breitere Öffentlichkeit. Dabei ist es ihnen ein Anliegen durch Teilhabe, Aktivierung und Austausch von Frauen unterschiedlichen Alters und verschiedener Hintergründe Selbstvertrauen zu schaffen, eine stabile Community aufzubauen, Zugangsbarrieren und Vorurteile abzubauen, auch über den Sport und die Grenzen des Teams hinaus. 2019 haben sie sich noch weitere Ziele gesetzt mit Trikot-Upcycling, Nachhilfestunden und einem Mädchen*projekt, das von Spieler*innen selbst aufgezogen wird.