Wir freuen uns auf Frauen*teams  aus der ganzen Welt.


CHAMPIONS OHNE GRENZEN | DEUTSCHLAND
In einer gesellschaftlichen Stimmung, die auch in Berlin oft von Ab- und Ausgrenzung geprägt ist, setzt der Verein Champions ohne Grenzen seit 2012 Akzente der Offenheit. Anders als die meisten geschlossenen Fußballvereine, gehen die Champions als erste sportbezogene NGO in Berlin aktiv auf Geflüchtete zu und ermöglichen Sporttrainings ohne bürokratische oder sprachliche Hürden. Seit rund 1,5 Jahren spielen im Verein auch Frauen* in einem eigenen Team. Hier begegnen sich Spielerinnen* aus Russland, Togo, Kosovo, Kuba und Deutschland zu gemeinsamem Spiel, Spaß und Sprechen.


FRAU AM BALL | DEUTSCHLAND

“Am Ball bleiben” ist das Motto der quirligen Frauen*-Truppe aus Berlin. Frau am Ball ist das erste inklusive Team für Frauen* mit und ohne Behinderung in der deutschen Hauptstadt. Hier sollen die unterschiedlichsten Fähigkeiten in einem geschützten Rahmen wertgeschätzt werden. Das hat Erfolg: Nicht nur ist die Energie des Teams ansteckend, auch hat der ehrenamtlich geführte Verein bereits an den Special Olympics und zahlreichen Turnieren teilgenommen.


GUERREIRASPROJECT | BRAZIL

The GUERREIRASPROJECT is a collective of athletes, artists and academics that uses football as a tool for gender justice and social change. The name comes from the Portuguese term 'guerreira' which means 'female warrior'. Female football players in Brazil use this term on account of the struggle to be accepted and supported within the traditionally male dominated game. It aims at promoting empowered minds and bodies and raising questions around the regulation of bodies, possibilities of resistance, and social justice within and beyond the game. Therefore, GUERREIRASPROJECT launches multimedia exhibitions like REAL GROUND, performances and research as well as capacity-building workshops to position professional football players as ambassadors of women's rights and gender justice in their communities.

“The best project is to give voice to those who most of the time have been in silence and that is what we work on in the Guerreiras Project. We really work hard to select stories and show for who wants to hear how many great women there are in our society.”


JAMBO BUKOBA | TANZANIA

Jambo Bukoba is the name of a German-Tanzanian NGO concerned with sports education in school structures. About 700 teachers from Tanzania are trained in the programmes designed to present children with goals and motivate them through sports to achieve better performance in school. But it isn’t just the children who have become interested. Even the female teachers have become strengthened in their creativity and important position, and motivated to get healthy and play sports regardless of age.

“Football has helped female students not to feel shy, and to be involved in the game and in the class.” Jean Mulokozi

“I personally believe in the power of sports among different people of different age, race, colour, nationality, etc. Football makes all different people speak the same language.” Gonzaga Stephen Kananura


LES PRINCESSES BURKINA FASO

Die Spielerinnen aus Burkina Faso machen ihrem Namen alle Ehre: Als “Prinzessinnen” des Sahels sind sie seit 1998 Vorreiterinnen in Sachen Frauenfußball, auch über die Landesgrenzen hinweg. Bereits mehrfach haben die Frauen aus Ouagadougou mit politischer Unterstützung von Marguerite Karama die Initiative ergriffen und selbst ein sogenanntes 5-Nationen-Freundschaftsturnier organisiert, sodass ihnen mittlerweile der Ruf des engagierten und besonders leistungsstarken Team vorauseilt. Ihr Motto “savoir lutter & pouvoir gagner” (“wissen zu kämpfen & gewinnen können”) weist darauf hin, dass die sportlichen Erfolge jedoch auch stets mit einem Kampf für mehr Spiel-Räume verbunden war und ist. 


MUGHTAREBAT-TEAM | NORWEGEN

In Norwegen haben sich Frauen* aus Irak, Syrien und anderen Ländern zusammengetan, um gemeinsam Fußball zu spielen. Sie teilen die Erfahrungen von Flucht und Verfolgung, aber auch von der Stärke durch Sport. So haben bereits einige der Frauen* im syrischen Nationalteam gespielt und sich über den organisierten Sport große Netzwerke wie das DISCOVER FOOTBALL Netzwerk erschlossen.


PEACHWISE/ NOVI SAD | SERBIEN

Das Team bildet ein sicheres Umfeld für Frauen*, die ihr Fußballspiel mit LGBTIQ-Aktivismus verbinden. Jelena Celebic, eine der Spielerinnen*, ist seit mehr als einem Jahrzehnt im Anti-Homophobie-Campaigning aktiv. Wie auch ihre anderen Mitspielerinnen* zieht sie ihre Energie aus den Erfahrungen, die sie seit früher Kindheit als “Andere” im Fußball gesammelt hat. Die Arbeit des Teams besteht neben regelmäßigen Trainings auch in Workshops zu Themen wie “Coming-Out im Fußball”.


LA NUESTRA FUTBOL FEMENINO Argentinien

Since 2008 former professional female football players and activists with "La Nuestra Futbol Femenino" have gone to the amateur football fields in La Villa 31 to play in order to be tangible role models for young girls. In one of the biggest slums in Buenos Aires there are hardly any other ways to achieve this.  Despite many obstacles, the women kept joining La Nuestra and kept fighting for their right to play football. Meanwhile there is now an official game venue in La Villa 31 and about 90 players and 5 coaches and educators. The initiative is now starting pilot projects in other areas of Buenos Aires and is gaining attention for the needs of girls and young women with their own documentary film.


SALT Academy | KAMBODSCHA

Als Mädchen Fußball zu spielen, stößt auch in Kambodscha auf viele Vorbehalte. Die SALT Academy organisiert lokale Trainings und Workshops in Battambang und nutzt dabei den Fußball, um positive Beziehungen aufzubauen, Selbstvertrauen zu stärken und Führungsqualitäten zu bilden. Die ersten Adressatinnen sind junge Frauen, doch auch ältere Personen sollen in die Gemeinschaftsarbeit und im Ehrenamt einbezogen werden - so sollen generationsübergreifend Vorurteile und Geschlechterstereotype abgebaut werden. Die soziale Mission zahlt sich auch auf der sportlichen Ebene aus - die Frauen aus dem “Mighty Girls”-Programm zählen zu den besten Spielerinnen des Landes und haben die letzten drei Meisterschaften gewonnen. 


Shanghai University of Sport China

Die Sportuniversität in Shanghai ist die älteste ihrer Art in China. Seit Ende der 1980er Jahre gibt es an der Uni auch Fußballteams, die mittlerweile erfolgreich die Uniliga anführen. Während Frauen in klassischen olympischen Sportarten bereits seit vielen Jahrzehnten in China gefördert werden, erfährt der Fußball erst in den letzten Jahren einen finanziellen Aufschwung. Interessant ist hierbei die Entwicklung seit den 1990er Jahren, dass Sexismen und Unterrepräsentationen von Frauen in Sportstrukturen erst entstehen. Die Spielerinnen der SUS spielen und studieren gleichzeitig und freuen sich auf ihre erste gemeinsame Reise zu DISCOVER FOOTBALL!


THOKOZANI | SÜDAFRIKA

Thokozani ist der Name einer jungen lesbischen Fußballerin, die 2007 einem Hassverbrechen zum Opfer fiel. Thokozani ist deswegen auch der Name des Fußballteams Schwarzer Lesben aus Umlazi, Durban, das sich über den Fußball für Gay-Rights und gegen Lesbophobie einsetzt. Neben der Freude am gemeinsamen Spiel, profitieren die Spielerinnen vom Netz aus gegenseitiger Unterstützung und (Gesundheits-)Aufklärung. Ihr Einsatz für Emanzipation und Sichtbarkeit von Frauen und Lesben umfasst neben dem Fußball auch Medieneinsatz: Gemeinsam mit Les Degommeuses aus Frankreich haben die Frauen aus Durban ein filmisches Portrait über Lesben in Fußball und Gesellschaft produziert. 


TIBET WOMEN’S FOOTBALL

2011 wurde in Indien zum ersten Mal ein Fußballtraining nur für Frauen* aus der
tibetischen Community angeboten. So sollten die Frauen* sich untereinander und
mit anderen Sportler_innen weltweit vernetzen können und über den Sport ein
Sprachrohr für ihre Anliegen  erhalten. Mittlerweile hat  "Tibet Women's
Football" ein Programm erarbeitet, in dem professionelles Training dem
Gesundheits- und Team-Building in nichts nachsteht. Das Ergebnis ist
bahnbrechend: Die FIFA ist dabei, den Antrag zur Anerkennung des Teams zu prüfen und in internationale Wettkämpfe zu integrieren!  Außerdem wird die gesamte Organisation des Verbandes von Frauen* für Frauen* getragen und erweckt weltweit Aufmerksamkeit!


UGANDA PRIDE SPORTS | UGANDA

Ländliche Gegenden bilden den geographischen Schwerpunkt von Uganda Pride Sports. Mit Hilfe eines Peer-Ansatzes versucht die NGO, Mädchen* und junge Frauen* über den Sport für soziale Themen zu sensibilisieren. Das Risiko von ungeschützem Sex soll spielerisch über den Sport vermittelt werden. Der Fußball stellt außerdem eine Möglichkeit dar, die Wertigkeit der Frauen* von ihrem Aussehen auf ihr sportliches Talent und ihre physischen Kräfte zu verschieben.