Wir freuen uns auf Frauen*teams  aus der ganzen Welt.


Champions ohne Grenzen, Deutschland

Grün, orange, lila - Grenzen spielen wir nieder!

Seit einem Jahr werden in Berlin die Bemühungen größer, die Hürden für Sportangebote für Geflüchtete zu senken. Rassismen und Vorbehalte bleiben jedoch ein alltägliches Phänomen im traditionsreichen Fußballvereinswesen. Vor diesem Hintergrund setzt der Verein Champions ohne Grenzen seit 2012 Akzente der Offenheit und des Austauschs - sowohl auf Seiten der Geflüchteten(initiativen) als auch auf Seite der Akteure des Fußballs. Anders als die meisten herkömmlichen Fußballvereine, gehen die Champions als erste sportbezogene NGO in Berlin aktiv auf Geflüchtete in ihren Unterkünften zu und ermöglichen kostenlose Sporttrainings ohne bürokratische oder sprachliche Hürden. Seit rund 2,5 Jahren spielen im Verein neben Kindern und Männern auch Frauen in einem eigenen Team, das wöchentlich trainiert. Hier begegnen sich Spielerinnen unter dem Motto "football, fitness, fun and friendship" aus Russland, Kosovo, Syrien, Iran, Irak, Afghanistan, Somalia, Nigeria und Deutschland zu gemeinsamen Spielen, Schwitzen, Spaßhaben und Sprechen.


Sportif Lezbon, Turkey

Das Fußballteam Sportif Lezbon ist offen für Menschen jeglicher sexuellen Identität und Orientierung. Das Team spielt in der alternativen türkischen Fußballliga Ozgur Lig. In der alternativen Liga sind seit ihrer Gründung 2015 vor allem Student*innen und LGBTQI-Aktivist*innen vertreten, die sich gegen Rassismus, Nationalismus, Sexismus, Homo- und Transphobie einsetzen. Artikel: https://sports.vice.com/en_us/article/sportif-lezbon-lgbt-soccer-discrimination-turkey


Asmayee Football Club Kabul, Afghanistan

2011 von der afghanischen Nationalspielerin Fanoos Basir gegründet, setzt sich der Asmayee Football Club für Frauenrechte, Empowerment und Alphabetisierung ein. Dazu organisieren sie Fußballtrainings für Mädchen und Frauen in Flüchtlingscamps in Kabul. Hier leben vor allem Menschen, die vor dem Krieg zunächst nach Iran oder Pakistan geflohen und dann als Binnenflüchtlinge nach Afghanistan zurückgekehrt sind. Spielerinnen des AFC setzen sich aber auch für die Rechte afghanischer Asylbewerber*innen im Ausland und für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen von Mädchen ein, die in Afghanistan in der Teppichproduktion arbeiten.Web: https://www.facebook.com/Asmayee-Football-Club-Kabul-776083585844455/


Kakuma Starlets United, Kenya

Die Starlets aus Kakuma setzen sich für ihre lokale Community ein, in der sich seit 1991 auch das immer noch weiter wachsende Flüchtlingscamp von Kakuma befindet. Bei den Kakuma Starlets spielen Frauen aus der kenianischen Turkana-Region gemeinsam mit Südsudanesinnen, die bereits seit 10 oder mehr Jahren als Geflüchtete in Kenia leben. Gemeinsam arbeiten sie daran, Frauenfußball als Ort der Begegnung und des friedlichen Austauschs zwischen verschiedenen Gruppen aus Kakuma zu etablieren. Dabei setzen sie sich für mehr Bildungsmöglichkeiten ein und werben für friedliche Konfliktlösungen.


Diyar Women Football + Right to Play, Palestine

Im Diyar-Team aus Bethlehem spielen einige der ersten Fußballerinnen und Frauen-Fußball-Organisatorinnen der Palästinensischen Gebiete. Auch nach Jahren des Engagements, in denen sie bereits zahlreiche Frauen und Mädchen für den Fußball begeistern konnten, setzen sie sich weiter für Fair Play, Gerechtigkeit und Gleichstellung der Geschlechter ein. In diesem Jahr wird das Diyar-Team von zwei Right To Play (RTP)-Aktivistinnen aus Jericho begleitet. Mit Sport und Spielen befähigt und unterstützt RTP “Kinder dabei, die Folgen von Armut, Konflikten und Krankheiten in benachteiligten Gemeinden zu überwinden.”


Les Dégommeuses, Paris, France

http://www.lesdegommeuses.org/
Les Dégommeuses setzen sich für die Sichtbarkeit und die Rechte von LGBTIQ ein und haben in diesem Zusammenhang kürzlich FOOTBALL FOR FREEDOM organisiert. Ein Fußball-Festival in Paris mit sportlichen und kulturellen Events (u.a. ein Fußballturnier und eine Fotoausstellung) um die “emanzipatorische Kraft des Fußballs zu feiern und Integration durch Sport zu fördern”.  In diesem Rahmen wurden auch mehrere Diskussionen mit Jugendlichen und über Xenophobie und Homophobie organisiert.


Brigata della Pace, Bologna, Italy

Brigata della Pace (die Friedens-Brigade) aus Bologna, setzt sich für LGBTQI-Rechte und eine größere Sichtbarkeit von LGBTQI-Menschen ein und engagiert sich für Geflüchtete, die in Bologna leben. Ein Teil des Teams organisiert zudem regelmäßig das Reno Splash Festival, ein Musikfestival gegen Rassismus.


Altahadi Women’s Football Team, Sudan

Das Fußballteam Al-Tahadi wurde im Mai 2011 von einer Gruppe junger Frauen gegründet, die vor allem eine Leidenschaft teilten: Fußball. Dank des großen Einsatzes von Spielerinnen und Unterstützer*innen ist das Team trotz sozialer Restriktionen und negativer Reaktionen der Öffentlichkeit sehr erfolgreich. ALTAHADY (Arabisch für Herausfoderungen) vereint Spielerinnen aus verschiedenen Regionen des Sudan, unter ihnen Konfliktgebiete wie Südsudan, Darfur, Nuba, Nyala, Al-Fashir, Al Damazine und Kadogli. Nicht zuletzt deshalb legt das Fußballteam besonders großen Wert auf Harmonie und Einheit, ohne dabei die kulturellen und religiösen Unterschiede zwischen den einzelnen Spielerinnen zu mißachten. “Unsere Vision ist es, Frauen in Afrika dazu zu ermutigen, ihr Bestmöglichstes zu erreichen und Mädchen [im Sudan] zu motivieren, sich gegen Geschlechterdiskriminierung einzusetzen und die öffentliche Meinung zu Frauenfußball nachhaltig zu verändern.”


Yaran Hejazi, Iran

Die Frauen von Yaran Hejazi arbeiten gemeinsam mit verschiedenen NGOs in und um Teheran und unterstützen Kinder mittels Fußball, die aufgrund des anhaltenden Krieges aus Afghanistan nach Iran geflohen sind. Atoosa Hejazi, Tochter des berühmten ehemaligen Nationaltorwarts Naser Hejazi, leitet das Team. Neben der Liebe für den Fußball teilen die Spielerinnen auch die Entschlossenheit, den Frauen-Fußball voranzubringen und sich insbesondere dafür einzusetzen, dass Mädchen- und Frauenteams ihren Platz im Fußball bekommen: mit eigenen Trainingszeiten, Trikots und Material.

Alaqiq FC, Saudia Arabia

We welcome members of the Alaqiq FC team, Mai Abdulsalam, Mariam Arab, Roaa Al-hajili, and Amal Ayay to HOME GAME 2016. In 2008, Mai found the first female football team in Jeddah and started coaching in 2011, while continuing her work through intellectual youth initiatives, economics and sustainable development work. Amal Ayay is the manager of the Sports Club at her university and has been playing football in Riyadh since 2014.


Tripoli Group, Tripoli, Libya

“...auf dem Fußballplatz sind wir alle gleich und gehören dazu. Fußball zu spielen gibt uns ein Gefühl von Freiheit.” Fußball ist das verbindende Element, das die Fußballerinnen der Tripoli Group einsetzen um mit Frauen zu arbeiten, die Aufgrund des anhaltenden libyschen Bürgerkriegs innerhalb Libyens fliehen mussten. Nachdem ein Schwerpunkt des Engagements im letzten Jahr auf dem Twargha-Camp in Tripoli lag, möchte das Team in Zukunft in Kooperation mit anderen NGOs weitere Camps in Libyen besuchen.

 


Volos 2004 WFC, Griechenland

Volos 2004 WFC ist ein noch junges Fußballteam aus Volos. In der Hafenstadt in Zentralgriechenland kamen vor dem sogenannten „Flüchtlingsabkommen” zwischen der EU und der Türkei zahlreiche Geflüchtete an. Sie wurden von der griechischen Armee von Inseln wie Lesbos und Chios aufs Festland gebracht. Fußball ist für sie
ein Mittel, den Austausch zwischen Menschen und Kulturen zu fördern.